Atemschutzmaske – pro Wochentag eine Maske

FFP2 Maske in Nahaufnahme

Mit einer Schutzmaske ist es meist nicht getan. Vor allem dann nicht, wenn die Atemschutzmaske bei größerer körperlicher Anstrengung getragen wird. Für Nutzer stellt sich daher oft die Frage, wie lange eine Atemschutzmaske getragen werden sollte. Hersteller geben ganz unterschiedliche Richtwerte. Ob Sie eine Schutzmaske FFP3 oder FFP2 tragen, macht bezüglich der Tragedauer keinen großen Unterschied. Am besten können sich Träger von Mundschutzmasken an den DGUV Regelungen orientieren.

Täglicher Wechsel ist unerlässlich

Die Tragezeit einer Schutzmaske richtet sich nach der Intensität der Nutzung. Insbesondere bei Berufen, wo harte körperliche Arbeit verrichtet wird oder viel gesprochen wird, ist ein regelmäßiger Wechsel wichtig. Nimmt der Mundschutz Feuchtigkeit auf, wird dieser zu einem erhöhten Risiko einer Infektion. Bei einer feuchten oder nassen Maske ist die ursprüngliche Filterfunktion nicht mehr gegeben. Zudem tritt eine erhöhte Verkeimung auf. Eine feuchte Atemschutzmaske sollte daher umgehend gewechselt werden. Wenn nötig auch während der Arbeit. Bevor die Maske wieder genutzt wird, empfiehlt es sich, diese zu waschen. Die meisten FFP-Masken als auch Stoff-Mundschutzmasken können bei einer Temperatur von 60 Grad gewaschen werden. Nach dem Waschgang am besten bei Sonnenlicht trocknen, da die UV-Strahlung des Sonnenlichts auch etwaige Keime und Viren abtötet.

Keine rechtlichen Richtlinien zur Tragezeit

Es gibt keine speziellen Arbeitsschutzstandards für das Tragen von Mundschutzmasken. Der Arbeitgeber kann somit von Ihnen verlangen, das Sie die Maske den gesamten Tag über tragen. Laut der DGUV Regel sollten jedoch Pausen eingehalten werden. Das gilt vor allem für FFP2-Masken oder den Mundschutz FFP3. Durch die höhere Filterwirkung solcher Masken fällt Nutzern auch das Atmen schwerer. Dadurch müssen hin und wieder Pausen eingelegt werden. Entsprechende Vorgaben gibt es von der DGUV.

Maximal 180 Minuten pro Arbeitsschicht werden empfohlen

Im wesentlichen ist die Tragedauer einer Atemschutzmaske von der Art des Mundschutzes abhängig. FFP2-Halbmasken mit Ausatemventil sollten während der Arbeit nicht länger als zwischen 120 und 180 Minuten getragen werden. Wie lange die Maske letztendlich getragen wird, ist vom persönlichen Empfinden und der Intensität der Arbeit abhängig. Handelt es sich um eine Arbeit, wo nach einiger Zeit ein schwerer Atem auftritt, sind diese Angaben nicht verpflichtend. Es kann auch schon vor einem Zeitraum von 120 Minuten eine Pause eingelegt werden. Die Pausenlänge beträgt laut DGUV nach jeder 120-minütigen bis 180-minütigen Schicht rund 30 Minuten. Bei einer täglichen Arbeitszeit könnten rund 3 Arbeitsschichten mit je 180 Minuten eingelegt werden.

Geringere Tragezeit bei FFP2-Halbmasken ohne Ausatemventil

Besitzt die Atemschutzmaske FFP3 oder Atemschutzmaske FFP2 kein Ausatemventil, ist die Tragezeit durch die DGUV deutlich kürzer festgelegt. Um beim Beispiel einer 10-stündigen Arbeitszeit zu bleiben, müssten rund 5 Schichten mit je 75 Minuten eingelegt werden. Die Erholungspause von rund 30 Minuten könnte durch die etwas kürzere Tragezeit gesenkt werden. Die DGUV sieht jedoch auch bei der Nutzung von filtrierenden FFP2-Halbmasken ohne Ausatemventil und einer maximalen Tragezeit von 75 Minuten eine Pause von 30 Minuten vor. Masken, die am Abend abgenommen werden, sollten auf keinem Fall erneut benutzt werden. Unabhängig davon, ob Sie während der Arbeit geschwitzt haben oder nicht.

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